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Post will Postpartnern die Zusammenarbeit versüßen

21.11.2008
Nach dem Verhandlungsergebnis des Postgipfels, dass kein Postamt ohne vollständige Ersatzlösung geschlossen werden darf, werden nun die Entschädigungen für Postpartner deutlich erhöht. Rund 40 Prozent mehr Geld sollen Kleinbetriebe, die Post-Aufgaben übernehmen, künftig bekommen.
 

Die Post, die in den nächsten Jahren etwa 1.000 ihrer Filialen "auslagern"  möchte, macht sich für ihre bisherigen 211 Partnerbetriebe attraktiver und erhöht ihre Entgelte an diese um etwa 40 Prozent. In den nächsten Jahren sollen auf diese Weise hunderte Filalen "privatisiert" werden.

Die Liste der Postämter, die im nächsten Jahr ausgelagert werden soll, soll bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung am 11. Dezember 2008 stehen, Jobverluste im Jahr 2009 würden durch Versetzungen in nahegelegene Filialen aufgefangen werden, versicherte Post-Generaldirektor Anton Wais. In den Medien wird geschätzt, dass sich um die 200 Postfilialen auf der ersten Liste befinden werden.

3.000 Euro Qualitätsprämie, 800 Euro für EDV

Wais und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl gaben eine gemeinsame Pressekonferenz über die neuen Bedingung der Postpartnerschaft. Konkret gibt es zusätzlich zu den bestehenden Provisionen ab kommendem Jahr eine Abgeltung der EDV-Kosten von 800 Euro und eine sogenannte jährliche "Qualitätsprämie" von 3.000 Euro. Angesichts einer durchschnittlichen Provisionshöhe von 10.000 Euro "entspricht das einer Steigerung um 40 Prozent", rechnete der für die Filialen zuständige Postvorstand Herbert Götz vor. Bisher wurde den Partnern nur Provisionen gezahlt.

Seit der letzten Schließungswelle vor drei Jahren hat die Post etwa 200 solcher Kooperationen engagiert - heute sind es genau 211. Knapp die Hälfte davon sind Lebensmittelhändler. Postpartner haben die bisher gezahlte Vergütung als wenig attraktiv und kaum kostendeckend kritisiert. 

Prämien für Postpartner Post-Vorstände Götz und Wais, WKO-Chef Leitl und Spartenobmann Lemler wollen die Bedingungen für Postpartner verbessern.

Dieser Klage kommt die Post nun entgegen. Die neu bezahlten 3.000 Euro fix verstehen sich für die Teilnahme an Schulungen bzw. an der Qualitätssicherung, "vor allem auch mit Hinblick auf Finanzberatung." Wie bekannt, vermittelt die Post auch Finanzdienstleistungen von BAWAG P.S.K., wofür die BAWAG rund 100 Mio.Euro pro Jahr zahlt. Sollte sich über Vermittlung eines Postpartners ein Abschluss etwa eines Kredits ergeben, soll der Postpartner eine Prämie bekommen.

Die Strategie der Post, nicht rentable Filialen an lokale Partner abzugeben dabei aber das Service "eins zu eins" zu garantieren, genießt volle Unterstützung durch die Gemeindevertreter, behauptete Wais einen Tag nach dem Mittwoch abgehaltenen "Postgipfel" (an dem auch Städte- und Gemeindebund teilgenommen haben). Bevorzugter Partner am Land seien nicht die großen Handelsketten, sondern selbstständige Kleinunternehmen. Bei großen Ketten sei die Gefahr größer, dass diese ihr Netz künftigen privaten Mitbewerbern öffneten.

Mangelndes Interesse wird es keines geben, prophzeite WKÖ-Chef Leitl: "Auf ein Postamt kommen zehn potenzielle Partner." Das Ganze sei eine "Win-win-situation".  Erich Lemler, Handels-Obmann in der Wirtschaftskammer bezeichnete die höhere Abgeltung als "zukunftsweisende Verbesserung".

Lokale Geschäftsleute oder Gemeinden können Postpartner werden

Die Post wird die ökonomischen Entscheidungsgrundlagen, auf der die einzelnen Postämter geschlossen/ausgelagert werden sollen, für Kommunen und Verkehrsministerium offenlegen, versicherte das Post-Management. Neben lokalen Geschäftsleuten und Gemeinden könnten sich nach Ansicht der Post auch "Jungunternehmer" oder frühere Postler für die Übernahme interessieren.

Laut Post-General Wais wird das Service für die Landbevölkerung mit der Übernahme durch einen Postpartner sogar besser - etwa weil die Greißler oft längere Öffnungszeiten hätten. Das Zubrot für die bisherigen Postpartner fällt zwar um 40 Prozent höher aus als bisher, das Ergebnis der Post 2009 dürfte dadurch aber nicht wirklich belastet werden. Laut Post-Vorstand Götz kostet es rund eine Milion Euro operatives Ergebnis. Die bisherigen Ebit-Erwartungen für die Post im kommenden Jahr belaufen sich auf etwa 160 Mio. Euro.

Werden Sie Postpartner

Wenn Ihre Gemeinde oder ein Betrieb in Ihrer Gemeinde Interesse an einer Postpartnerschaft hat, dann nutzen Sie bitte folgende Kontaktmöglichkeiten:

Österreichische Post AG
Unternehmenszentrale
Karl Kohlhofer
Post.Partner Management
Tel.: +43 (0) 577 67 -21825
Fax: +43 (1) 400 220 819
karl.kohlhofer@post.at

WKO
Bundessparte Handel
Dr. Hannes Mraz
Bundesspartengeschäftsführer
Tel.: +43 (0) 590 900-3339
Fax: +43 (0) 590 900-214
bsh@wko.at


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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