English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
3,55 % Lohnerhöhung für Beamte

01.12.2008
Die Gehälter der rund 350.000 Beamten und Vertragsbediensteten werden mit 1. Jänner 2009 um 3,55 Prozent angehoben. Darauf haben sich Regierung und Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) geeinigt. Dieser Gehaltsabschluß gilt traditionell auch für Landes- und Gemeindebedienstete und soll in Kürze auch von den Landtagen beschlossen werden.
Die Gehälter der rund 350.000 Beamten und Vertragsbediensteten werden mit 1. Jänner 2009 um 3,55 Prozent angehoben. GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer sprach von einem "guten Abschluss" und "harten Gesprächen“. Gemeindebund-Verhandler Generalsekretär Dr. Robert Hink betonte die Wichtigkeit des Abschlusses noch im Jahr 2008: „Es war mir wichtig, dass wir zu einer Einigung kommen, weil es für die Gemeinden und deren Bedienstete ja auch um Planungssicherheit geht. Wären diese Verhandlungen jetzt geplatzt, dann hätten wir mit der neuen Regierung wieder bei Null beginnen müssen, der Abschluss  wäre dann wohl erst im Jänner oder Februar zustande gekommen.“

Man müsse die guten Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinden würdigen, sagten Hink und Christian Meidlinger (Chef der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten. „Deshalb fordern wir die Landtage auch nachdrücklich auf, diesen Abschluss möglichst rasch auch für Land und Gemeinden nachzuvollziehen, damit die Kolleginnen und Kollegen pünktlich zu ihrer Gehaltserhöhung kommen.“


Mit alter Regierung abgesprochen

Die Gehaltserhöhung um 3,55 Prozent für die Beamten wurde sowohl mit der alten als auch mit der neuen Regierungsspitze abgesprochen. Wie die Staatssekretäre Schieder und Lopatka mitteilten, habe man sowohl den scheidenden Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Noch-Finanzminister Wilhelm Molterer sowie den künftigen Kanzler Werner Faymann und den neuen Finanzminister Josef Pröll wie auch die neue Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek informiert.

Die Vereinbarung soll nun am 9. Dezember vom Finanzausschuss und tags darauf vom Plenum des Nationalrates beschlossen werden und damit am 1. Jänner 2009 wirksam werden. Für die rund 133.000 Beamten und Vertragsbediensteten des Bundes hat der Abschluss damit unmittelbare Geltung. Die Kosten für das Bundesbudget belaufen sich auf 376 Millionen Euro. Für die rund 141.000 Beschäftigten in den Ländern und etwa 73.000 Gemeindebediensteten müssen dann die Landtage diesen Abschluss noch nachvollziehen.

Die 3,55 Prozent liegen um genau 0,1 Prozentpunkt über der Inflationsrate im vergangenen Jahr. Schieder betonte deshalb auch, dass man sowohl die budgetären Auswirkungen als auch eine Stärkung der Kaufkraft berücksichtigt habe. Gleichzeitig verwies er aber auch darauf, dass man "ans Limit gegangen" sei, weil die Inflation derzeit wieder im Sinken begriffen sei. Lopatka hob hervor, dass man "die Gewitterwolken" am wirtschaftlichen Horizont im Auge zu behalten gehabt habe, andererseits könne man aber die Leistungen der Beamten nicht nur in Sonntagsreden würdigen.





Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.