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Wie wirkt sich die Finanzkrise auf die EU-Stimmung aus?

04.12.2008
Angesichts der internationalen Finanzkrise liegt die Zustimmung der Österreicher zur Europäischen Union (EU) bei 78 Prozent, im Sommer 2008 lag dieser Wert noch bei 59 Prozent. Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Vertrauen der Österreicher in die EU gestiegen ist.
Im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) wurde eine Studie über die Einstellung der Österreicher zur Mitgliedschaft in der EU, zum Euro und zur internationalen Finanzkrise in Auftrag gegeben. Ungefähr 1.000 Österreicher ab 18 Jahren wurden entsprechend einer Quotierung je nach Bundesland per Telefon befragt.

Vertrauen in die EU steigt
 78 Prozent der Befragten wollen, dass Österreich Mitglied der EU bleibt.

78 Prozent der Österreicher sind der Meinung, dass Österreich ein Mitglied der EU bleiben soll. Dieser Wert ist insgesamt der dritthöchste Wert der Zustimmung seit den Aufzeichnungen, die seit 1995 geführt werden und ganze 35 Umfragewerte beinhalten. Nur 16 Prozent meinen hingegen, dass Österreich aus der EU austreten sollte. Ein Verbleiben in der EU wird in besonderem Maße von jungen Befragten (unter 25 Jahre) und von Hochschulabsolventen befürwortet.

Gut zwei Drittel der Bevölkerung sind der Meinung, dass Österreich die aktuelle Finanz- und Bankenkrise nur mit Hilfe der EU bewältigen kann. Dass Österreich dazu alleine in der Lage wäre, das glauben nur 15 Prozent der Befragten.

Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Bankenkrise bringen die Österreicher dem Euro starkes Vertrauen entgegen.Euro erleichtert Preisvergleiche 

Vor dem Hintergrund der schwierigen Wirtschaftslage bringen die Österreicher dem Euro wieder vermehrt Vertrauen entgegen: Insgesamt 57 Prozent der befragten Personen geben an, dass kleinere Länder, die nicht den Euro als Währung haben, unter einem größeren Vertrauensverlust leiden als jene Länder, die Mitglieder der Euro-Zone sind. Weiters sehen es 65 Prozent  der Österreicher, also rund zwei Drittel, als sehr wichtigen bzw. wichtigen Vorteil an, dass Preisvergleiche durch den Euro erleichtert werden.

Banken-Rettungspaket und freie Marktwirtschaft Die Mehrheit der Befragten findet es richtig, dass die Banken durch die öffentliche Hand vor einem Zusammenbruch bewahrt wurden.

Die Mehrheit der Befragten, nämlich 57 Prozent, finden es richtig, dass die öffentliche Hand zur Rettung der Banken eingreift. 28 Prozent halten diesen Weg hingegen für falsch. Knapp die Hälfte (47 Prozent) hält es auch für richtig, dass einige Mitgliedstaaten wegen der Finanzkrise vom Grundsatz abgekommen sind, alles der freien Marktwirtschaft zu überlassen. Etwa ein Drittel hält diesen Weg für falsch.

Die Österreicher glauben, dass private Haushalte in erster Linie sparen würden, wenn es mit der Wirtschaft bergab ginge.Sparen statt konsumieren 

In wirtschaftlich schlechten Zeiten glauben 73 Prozent der Österreicher, dass die privaten Haushalte mehr sparen würden. Dass mehr konsumiert werden würde, das glauben nur 7 Prozent der Befragten. 17 Prozent meinen, dass die gegenwärtige Krise keine Auswirkungen auf das Spar- bzw. Konsumverhalten der privaten Haushalte mit sich bringen würde.


Verfasser: Eva-Maria Hammer (volontaer@gemeindebund.gv.at)


 verfügbare Downloads

ÖGfE Studie ueber EU Stimmung (PDF; 240 KB)




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