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Vizepräsident Zimper sorgt für Aufsehen in Brüssel

26.01.2006
„Man muss endlich über die Ursachen reden und nicht nur an Strategien gegen die Auswirkungen basteln.“ Mit der Aufforderung, aus der laufenden Debatte über die EU-Verfassung eine offensive Bürgerbewegung für ein besseres Europa zu formen, sorgte Gemeindebund-Vizepräsident Prof. Walter Zimper  in Brüssel für einiges Aufsehen unter den rund 400 Teilnehmern der Kommunikationskonferenz des AdR zum sogenannten Plan D.

Zimper sprach sich bei seiner Rede am Mittwoch dagegen aus, der negativen Einstellung der Bürger zur EU lediglich mit einer verfeinerten Informationsstrategie und einer verstärkten Kommunikationspolitik zu begegnen. „Wir müssen den Mut haben, über die Qualität des Produktes zu befinden, bevor wir das Marketing angehen“ sagte er, der Bürger könne nicht zur Informationsaufnahme vergattert werden.

„Wenn sich der europäische Bürger schon eine bessere, demokratischere und transparentere EU wünscht, so haben wir mit dem Verfassungsentwurf das geeignete Vehikel in der Hand: initiieren wir damit gemeinsam eine offensive und positive Bürgerbewegung.“

Zimper trat damit dem allgemeinem Tenor entgegen, dass man die Verfassungsdiskussion vorerst ruhend stellen sollte und Diskussionen und Informationskampagnen zu anderen Themen starten sollte – für ihn ist die Verfassung nach wie vor das beste Instrument für einen Neustart der EU.
Zimpers Beitrag fand enormen Anklang und er wurde spontan zu Kommunalkonferenzen nach Spanien und Slowenien eingeladen.


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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