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Kärnten: In 37 Gemeinden Bürgermeister-Stichwahl nötig

02.03.2009
Die Kommunalwahlen in Kärnten haben einige Überraschungen gebracht: Insgesamt stellt die SPÖ vorerst nun 54 Bürgermeister, das BZÖ 19, die ÖVP stellt in sieben Gemeinden den Ortschef. In 37 Gemeinden ist eine Bürgermeister-Stichwahl nötig.
Die SPÖ kann in Kärnten vorerst 54 von bisher 70 Bürgermeisterämtern verteidigen, bei der Stichwahl in zwei Wochen könnten noch einige dazukommen. Die ÖVP hat vorerst nur noch sieben (2003: 26) Kommunalchefs, das BZÖ 19 (21). In 38 Kommunen gab es absolute Mehrheiten, in 37 Gemeinden ist am 15. März eine Stichwahl nötig.

Die SPÖ hatte 2003 in 47 Gemeinden eine absolute Mehrheit erreicht, diesmal waren es nur noch 17. Das BZÖ stockte seinen Anteil von drei auf 14 Absolute auf, die ÖVP fiel in vier von fünf Gemeinden unter die 50-Prozent-Grenze.

BZÖ und SPÖ rittern um Bürgermeistersessel in Klagenfurt Vinzenz Rauscher darf sich über seine Wiederwahl als Bürgermeister von Hermagor freuen.

Spannend bleibt es unter anderem in Klagenfurt, wo der amtierende ÖVP-Bürgermeister Harald Scheucher nach zwölf Jahren abgewählt wurde. Er kam nur auf den dritten Platz (22,1 Prozent) und muss bei der Stichwahl zusehen. Um seinen Sessel rittern BZÖ-Kandidat Christian Scheider, der mit 40,7 Prozent deutlich vor SPÖ-Frontfrau Maria-Luise Mathiaschitz (24 Prozent) blieb.

Die restlichen Bezirksstädte in Kärnten blieben rot. Die große Überraschung: Der Villacher Langzeit-Kommunalchef Helmut Manzenreiter verlor im Gemeinderat nicht weniger als sieben Mandate und damit die absolute Mehrheit. Souverän bestätigt wurden Gerhard Köfer in Spittal/Drau, Gerhard Mock in St. Veit/Glan und Gerhard Seifried in Wolfsberg. Wiedergewählt wurden auch Valentin Blaschitz in Völkermarkt und Robert Striessnig in Feldkirchen sowie Vinzenz Rauscher in Hermagor.

Kein Bürgermeisteramt für die FPÖ

Für die FPÖ reichte es in keinem Fall zu einem Bürgermeistersessel. Am besten schnitt noch Parteiobmann Franz Schwager ab, der in Steinfeld im Bezirk Spittal antrat und auf knapp 30 Prozent der Stimmen kam. Für die slowenische Einheitsliste reichte es ebenfalls nirgends, wenngleich Nanti Olip in Zell Pfarre (Bezirk Klagenfurt-Land) in der Bürgermeisterwahl immerhin 43 Prozent erreichte - gegen den roten Amtsinhaber Engelbert Wassner war das aber zuwenig. Auch die Grünen blieben ohne Chance auf einen Bürgermeistersessel.

Die Ergebnisse von Funktionären des Österreichischen Gemeindebundes (Mitglieder des Bundesvorstandes)

Bürgermeister Gemeindename Partei Direktwahl-Ergebnis Parteiergebnis
Präs. 2.LT-Präs. Bgm. Hans Ferlitsch St. Stefan im Gailtal SPÖ 79,60 % 56,44 % (-8,53)
VPräs. Bgm. Valentin Happe Schiefling am See ÖVP 76,49 % 47,96 % (+ 0,07)
VPräs. Bgm. Arnold Marbek Poggersdorf SPÖ 72,83 % 59,57 % (- 5,62)
VPräs. Bgm. Vinzenz Rauscher Hermagor SPÖ 52,49 % 40,32 % (-9,59)
VPräs. Bgm. Maximilian Linder Afritz am See BZÖ 63,45 % 55,18 % (+55,18)

Verfasser: Marlies Nadlinger (marlies.nadlinger@gemeidebund.gv.at)


 weiterführende Links

Alle Ergebnisse der Bürgermeisterwahl 2009 in Kärnten im Detail
Alle Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2009 in Kärnten im Detail
Land Kärnten Homepage




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