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Vogelgrippe erreicht Österreich

15.02.2006
Wie befürchtet hat die Vogelgrippe nun auch Österreich erreicht. Erste Verdachtsfälle gibt es in steirischen Gemeinden, Risikozonen wurden österreichweit entlang von Flüssen und Seen eingerichtet. Wo sie Verdachtsfälle melden können erfahren sie hier...

Die ersten Fälle von Vogelgrippe sind in Österreich aufgetreten und seit dem überschlagen sich die Meldungen über weitere Verdachtsfälle. Bei zwei Schwänen, die Anfang der Woche in der steirischen Gemeinde Mellach in der Nähe von Graz gefunden worden sind, bestand zunächst der "dringende Verdacht", dass sie an Vogelgrippe verendet sind. Nun ist es sicher, sie sind mit dem aggressiven Grippeerreger H5N1 infiziert. Weitere Tests werden im nationalen Referenzbüro für Veterinärmedizinische Untersuchungen in Mödling und in dem EU-Referenzbüro Weybridge in Großbritannien durchgeführt.

Schutzzonen und Überwachungsring in Steiermark

Im Umkreis von drei Kilometern um den Fundort der infizierten Schwäne in Mellach wurde eine Schutzzone eingerichtet. Die Zone erstreckt sich auf neun Gemeinden und zwei Bezirke. In den Risikogebieten herrscht Stallpflicht uns es wird eventuell ein Handelsverbot verhängt. In der steirischen Schutzzone dürfen in dem Zeitraum von 30 Tagen weder Eier noch Hühnerfleisch verkauft werden, Geflügelmärkte, Tierschauen und die Jagd auf Wildvögel sind verboten. Für Ein- und Ausfuhren braucht man eine behördliche Genehmigung. Im Umkreis von zehn Kilometern wurde ein Überwachungsring eingerichtet, in dem Geflügelbetriebe nur mit tierärztlicher Genehmigung Handel mit ihren Produkten betreiben dürfen. Die Stallpflicht gilt ebenfalls in den Wasservogelschutzgebieten, den Gemeinden entlang der großen Flüsse Donau oder Mur sowie rund um die Seen wie im Salzkammergut.


Stallpflicht in mehreren Bundesländern

In der Steiermark, Kärnten und dem Burgenland gilt ab sofort in gefährdeten Regionen die Stallpflicht für Geflügel. Davon betroffen sind neun burgenländische Gemeinden im Seewinkel. Angesichts der Verdachtsfälle in der Steiermark werde die Ausdehnung des Risikogebiets auf das Westufer des Neusiedler Sees überlegt. Das Risikogebiet am See erstreckt sich auf jene Gegend, wo Zugvögel Rat machen. Die Landwirtschaftskammer veranstaltet in den einzelnen Bezirken Informationsveranstaltungen. Kärntens Risikozone soll ebenfalls ausgeweitet werden.

Vorsichtsmaßnahmen müssen eingehalten werden

Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat wies darauf hin, dass die Vogelgrippe eine Tierseuche und zunächst nicht gefährlich für Menschen sei, gewisse Vorsichtsmaßnahmen aber dennoch einzuhalten sind. Die Bevölkerung ist dazu aufgerufen tote Wasservögel den Bezirkshauptmannschaften zu melden und sie auf keinen Fall anzufassen. Eltern sollen ihren älteren Kindern die Risiken erklären wie etwa die Infektionsgefahr bei Kot von Wasservögeln an Gewässern. Jeder Kontakt zu Kot, dies gilt besonders für kleinere Kinder, die an Gewässern auf dem Boden spielen, soll vermieden werden.

Österreichweite Service-Hotline für Betroffene

Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, kurz AGES, hat eine österreichweite Service-Hotline unter Tel. 05 05 55 32 301 und eine Info-Hotline unter Tel. 050 555 666 eingerichtet. Experten beantworten zwischen 08.00 und 17.00 Uhr, aber auch darüber hinaus, Fragen zum Thema Vogelgrippe. Zwei Vogelgrippe

Hotlines in der Steiermark

Die offizielle, von der Landesregierung eingerichtete, Vogelgrippe-Hotline ist unter Tel. 0316 877 6553 erreichbar. Die SteirerInnen erhalten von sieben bis 22 Uhr kompetente Anworten auf ihre Fragen aus dem Einsatzkoordinationszentrum des Landes und sind aufgerufen, unter dieser Nummer verendete Wasservögel zu melden.
Die Landwirtschaftskammer richtete in der Steiermark für betroffene Landwirte eine Service-Hotline unter Tel. 0316/8050 1223 ein.


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)


 weiterführende Links

Allgemeine Informationen zur Vogelgrippe
Gesundheitsministerium
Österreichischer Pandemieplan
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit




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