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Gipfeltreffen guter Nachbarn

15.05.2009
Zu einer gemeinsamen Europatagung trafen sich Vertreter österreichischer und böhmischer Gemeinden am Schauplatz des letzten EU-Gipfels in Hluboka (Südböhmen). Prominente Gäste beim grenzüberschreitenden Bürgermeistertreffen waren Gemeindebund-Chef Mödlhammer und RLB-OÖ-Generaldirektor Ludwig Scharinger.

"Vor 20 Jahren ist der eiserne Vorhang gefallen, vor fünf Jahren ist Tschechien der europäischen Union beigetreten. Die Veränderungen, die sich seit diesen beiden Ereignissen hier ergeben haben, sind gewaltig", sagte der Präsident des oberösterreichischen Gemeindebundes, Franz Steininger, bei der Begrüßung von rund 60 Gemeindevertretern aus Tschechien und Oberösterreich in Hluboka.
Schloss Hluboka in Südböhmen: Treffpunkt österreichischer und tschechischer Gemeindevertreter.
Seit Jahren schon veranstaltet der OÖ-Gemeindebund den jährlichen Europatag für seine Mitgliedsgemeinden, 2009 findet dieser in der südböhmischen Stadt Hluboka statt. Erst kürzlich hatten am gleichen Ort die europäischen Außenminister im wunderbaren Barockschloss der Kleinstadt getagt.

Der Bürgermeister von Hluboka, Tomas Jirza, streute den Gemeinden aus dem Nachbarland Rosen: "Als wir hier vor 20 Jahren, nach dem Fall des eisernen Vorhangs, angefangen haben, war unser Ziel, dass unsere Stadt irgendwann wie eine typisch österreichische Kleinstadt aussehen und funktionieren soll. Wir kommen diesem Ziel langsam näher, die österreichischen Gemeinden sind uns aber immer noch weit voraus." Die gelebte Partnerschaft zwischen den Gemeinden beider Länder bezeichnete Jirza als "wichtig und befruchtend für beide Seiten". Böhmen und Österreich hätten eine lange gemeinsame Geschichte, diese setze sich nun fort.

Gemeindebundpräsident und Kreishauptmann Jiri Zimola.Der Chef der RLB-OÖ, Ludwig Scharinger, war auch nach Hluboka gekommen. Er betonte die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. "Die RLB agiert global, mit Beteiligungen in der ganzen Welt. Auch in Südböhmen sind unsere Kontakte hervorragend. Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit nimmt in Zeiten sinkender Budgets immer weiter zu, das gilt natürlich auch und vor allem für die Gemeinden, weil sie für den Alltag der Menschen am wichtigsten sind", so Scharinger.

Der neue Kreishauptmann von Südböhmen, Jiri Zimola, der erst kürzlich seinen Antrittsbesuch bei LH Josef Pühringer absolvierte, warnte allerdings auch vor Barrieren, die man bei der Zusammenarbeit berücksichtigen müsse. "Man kann nicht alles über einen Kamm scheren, es gibt natürlich vereinzelt immer noch Probleme, nicht nur sprachlicher Natur." In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gibt es Grenzen der Machbarkeit, die nicht immer leicht zu überwinden seien.


Zuletzt begrüßte Gemeindebund-Präsident Bgm. HelmBgm. Rudolf Lanner und Vizepräsident Ernst Schmid kämpfen mit der Übersetzungsanlage.ut Mödlhammer die Tagungsteilnehmer. "Diese Tagung hier ist ein Signal dafür, dass Europa vor allem auch über die Kommunalpolitik gelebt werden muss. Partnerschaften zwischen den Interessensverbänden der Gemeinden und zwischen den Gemeinden selbst sind hier extrem hilfreich, damit wir kein Europa der Bürokraten, sondern ein Europa der Menschen schaffen." In den vergangenen Jahren habe der Gemeindebund mehr als 1.000 Bürgermeister nach Brüssel zu Kurzbesuchen gebracht, um den europäischen Gedanken zu stärken. "Unsere Bürgermeisterreisen, die zweimal pro Jahr in die jeweiligen EU-Hauptstädte führen, sind ein weiteres kleines Puzzlestück.

Im Rahmen der Tagung tauschten sich die österreichischen und tschechischen Bürgermeister, im Rahmen von Fachvorträgen, über Detailfragen der Wasserwirtschaft sowie der Kinderbetreuung aus.
Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)


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Südböhmischer Städte- und Gemeindeverband




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