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Kleine Gemeinden tragen den Tourismus in Österreich

10.06.2009
"Es sind die Kleingemeinden unter 5.000 Einwohner, die den Großteil der touristischen Umsätze und Erlöse erzielen." Dies stellten die Bürgermeister der wichtigsten Tourismus-Gemeinden bei ihrer Ausschusssitzung in Wien fest. "Daher brauchen vor allem die Klein- und Mittelbetriebe in diesen Gemeinden Unterstützung, um die Krise durchzustehen und das Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln.

Am Dienstag trafen sich im Rahmen einer Ausschusssitzung des Österreichischen Gemeindebundes rund 20 Bürgermeister aus Tourismusgemeinden in Wien. Dabei wurde auch ein Grundsatzpapier zur Zukunft der Tourismus- und Freizeitwirtschaft im ländlichen Raum beschlossen und an die Tourismussprecher der Parlamentsparteien weitergegeben.

"Es ist uns wichtig, dass die Wichtigkeit der kleinen Strukturen in der österreichischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft erkannt wird", so der Bürgermeister von Lech am Arlberg und Ausschussvorsitzende Ludwig Muxel. "Es sind nicht die Großstädte und die großen Hotelketten, die diese Branche tragen. Es sind die tausenden kleinen Betriebe in verhältnismäßig kleinen Gemeinden, die das Rückgrat der Branche sind und damit auch die meisten Arbeitsplätze sichern."

Direkt und indirekt würden in Österreich mehr als 700.000 Jobs am Tourismus hängen. "Gerade in Zeiten der Krise nimmt die Bedeutung von Tagestouristen, Kurzurlaubern und Menschen, die den Urlaub im eigenen Land verbringen wieder zu", so Muxel weiter. "Fernreisen können und wollen sich viele Menschen heuer nicht leisten. Für die Tourismusgemeinden ist das Chance und Herausforderung zugleich."

Konkret fordern die Tourismus-Bürgermeister eine aktivere Unterstützung der Klein- und Mittelbetriebe. Über neue Anreizsysteme soll auch die interkommunale und regionale Zusammenarbeit stärker gefördert werden. "Es bringt in den wenigsten Fällen etwas, wenn einzelne Orte hier auch gänzlich allein handeln", weiß Muxel. "Die Zukunft liegt in der gemeinsamen Vermarktung von Regionen, die oft mehrere Gemeinden umfassen."

"Am wichtigsten ist nun aber, dass es keinen Investitionsstau gibt", so Muxel. "Um die hohen Standards zu halten und damit auch die Nächtigungszahlen, muss weiter investiert werden. Das kurbelt einerseits die Bauwirtschaft wieder an und sorgt andererseits dafür, dass es keinen Einbruch bei den Gästezahlen gibt."

Einhellig forderten die Tourismus-Bürgermeister die bundespolitisch Verantwortlichen auf, die Interessen der kleinen Gemeinden bei künftigen Strategien und Konzepten stärker zu berücksichtigen. "Heute ist ja auch im Nationalrat eine Zusammenkunft des Tourismusausschusses", so Muxel. "Daher haben wir allen zuständigen Sprechern der Parteien unser Grundsatzpapier übermittelt."




 verfügbare Downloads

Grundsatzpapier zur Tourismus- und Freizeitwirtschaft im ländlichen Raum (10.6.2009; PDF)




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