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Kommunalkredit wird zweigeteilt

19.06.2009
Das Management der Kommunalkredit Austria AG hat heute seinen vom Aufsichtsrat und vom Bundesministerium für Finanzen genehmigten Restrukturierungsplan für die Bank vorgestellt. Es ist eine Aufteilung in die Kommunalkredit neu und in eine Sondergesellschaft (für das nicht-strategische Geschäft) vorgesehen.
Der Restrukturierungsplan wurde vergangene Woche von der Republik Österreich bei der Europäischen Kommission eingereicht und unterliegt noch deren Genehmigung.

Die Kommunalkredit neu

Die Kommunalkredit neu wird sich in Zukunft auf das kommunale und infrastrukturnahe Projektgeschäft konzentrieren. Im Fokus stehen die Betreuung und Finanzierung von nachhaltigen Investitionen in den Bereichen Soziale Infrastruktur (Spitäler, Pflegeheime etc.), Wasser und Abwasser, Energie und Energieeffizienz, Verkehr und Bildung (Kindergärten, Schulen, Universitäten). Vorstandsvorsitzender Mag. Alois Steinbichler: "Die Kommunalkredit neu wird wesentlich dazu beitragen, dass die notwendigen Infrastrukturinvestitionen der
öffentlichen Hand auch in einem gesamtwirtschaftlich schwierigeren Umfeld realisiert werden können."

Aufgrund knapper werdender finanzieller Handlungsspielräume der Kommunen werden in Zukunft im Finanzierungsgeschäft Innovationskraft und Strukturierungsfähigkeit an Bedeutung gewinnen. Die Kommunalkredit neu wird vor allem dort aktiv sein, wo sie diesen Mehrwert durch ihre guten direkten  Kontakte zu den Kommunen gewährleisten kann. Auch die bestehenden Verbindungen zu internationalen Organisationen, wie die Europäische Investitionsbank, sollen verstärkt den Kommunen und Projektbetreibern zugute kommen. Der Großteil des Neugeschäfts wird auf Österreich konzentriert sein, die Kommunalkredit wird aber auch österreichische Unternehmen bei deren internationalen kommunalnahen Infrastrukturprojekten begleiten.

Die Bilanzsumme der Kommunalkredit neu wird EUR 14 Mrd. bis EUR 15 Mrd. betragen. Durch die konservative Repositionierung des Geschäftsmodells und aggressives Kostenmanagement wird der Nettogewinn von EUR 8,2 Mio. im Jahr 2009 auf EUR 48 Mio. im Jahr 2013 steigen, bei einem Return on Equity von 12,4 % (EUR 64 Mio. bzw. 16,5 % vor Steuern). Die Privatisierung der Kommunalkredit neu wird in drei Jahren angestrebt.

Die Sondergesellschaft

In der Sondergesellschaft wird das nicht strategische Geschäft, das sind das Wertpapier- sowie das CDS-Portfolio in Höhe von EUR 13 Mrd. bzw. 12 Mrd., konzentriert und unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten ertragsorientiert abgebaut. Somit kann auch das
Wertaufholungspotenzial bestmöglich realisiert werden. Es wird kein Neugeschäft in diesen Geschäftsfeldern stattfinden. Bestehende staatlich garantierte Emissionen werden vor allem der Refinanzierung der Sondergesellschaft dienen und bei Fälligkeit auslaufen.

Umsetzung mit Gewinn für Steuerzahler möglich

Der Bund wird der Kommunalkredit neu EUR 250 Mio. in Form von Stammkapital zur Verfügung stellen. Die bestehende Haftung des Bundes über EUR 1,2 Mrd. wird in die Sondergesellschaft übernommen und über ein Besserungsschein-Modell schrittweise abgebaut werden. Für die
Haftungen des Bundes wird die Sondergesellschaft jährlich netto Haftungsentgelt von mehr als EUR 110 Mio. leisten. Im Jahr 2009 wurden bereits EUR 65 Mio. an die Republik Österreich überwiesen.

Steinbichler: "Unser Konzept maximiert die Wertschöpfung und minimiert den Mitteleinsatz des Bundes." Der Steuerzahler soll in Summe mit Gewinn aussteigen können. Bei konservativer Betrachtung über einen Zeitraum von drei Jahren stehen dem Kapitalzuschuss von EUR 250 Mio. und der Haftung von EUR 1,2 Mrd. Nettozahlungen der Kommunalkredit aus Haftungsentgelten an den Bund von rund EUR 330 Mio. gegenüber. Aus dem Besserungsschein und dem Wert der
Sondergesellschaft sind aus heutiger Sicht zudem Wertaufholungen in der Höhe von EUR 750 Mio. zu erwarten. Zusätzlich bis zu EUR 500 Mio. können aus einem späteren Verkauf der Kommunalkredit neu realisiert werden.

Der Restrukturierungsplan soll sofort nach Genehmigung noch in
diesem Jahr umgesetzt werden.






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