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Neues Finanzierungsmodell in Vorarlberg

03.03.2006
Die Vorarlberger Gemeinden haben sich gestern (2. März 2006) in der Vorstandsitzung des Gemeindeverbandes auf ein neues Modell zur Verteilung von Schulerhaltungsbeiträgen an Schwerpunktschulen geeinigt. In einem auf ein Jahr befristeten Pilotversuch soll nun geprüft werden, wie sich die neuen Bestimmungen zur Öffnung der Sprengelregelung und das neue Finanzierungsmodell in der Praxis bewähren.

Mit der Einführung von Musik- und Sporthauptschulen wurde das bestehende Sprengelsystem erweitert, um den Schülern entsprechend ihrer Neigung eine besondere Ausbildung zu ermöglichen. Darüber hinaus haben sich in den letzten Jahren so genannte schulautonome Schwerpunktklassen entwickelt, die mit speziellen Bildungsangeboten den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung tragen. Da für diese Schwerpunktklassen bisher keine Sprengelregelung bestand, wurde die Übernahme der Schulerhaltungsbeiträge beim Schulbesuch sprengelfremder Schüler zunehmend zum Zankapfel der Gemeinden.

Gute Lösung für Gemeinden und Schüler

„Mit diesem neuen Modell für die Hauptschulen haben wir gemeinsam eine gute Lösung für die Gemeinden und für die Schüler gefunden“, erklärt Gemeindeverbandspräsident Bürgermeister Mag. Wilfried Berchtold. Die Finanzierung ist künftig sichergestellt, indem die Wohnsitz-Gemeinde des Schülers an die sprengelfremde Schul-Gemeinde einen jährlichen Betrag von 300 € entrichtet. An den Schulerhalter des Pflichtsprengels, dem der Schüler angehört, bezahlt die Wohnsitz-Gemeinde den jeweiligen Sprengel geltenden Schulerhaltungsbeitrag abzüglich der 300 €.


Gesunder Wettbewerb unter den Schulen

„Mit der Einigung auf die neue Regelung, die erstmalig im Schuljahr 2006/2007 zur Anwendung kommt, ist die neigungsgemäße Ausbildung der Vorarlberger Hauptschüler und ein gesunder Wettbewerb zwischen den Schulen sichergestellt“, betont Gemeindeverbandspräsident Wilfried Berchtold. Um ein reibungsloses Miteinander zu gewährleisten, wurden als Voraussetzung für den sprengelfremden Schulbesuch eine Reihe von Rahmenbedingungen definiert: Unter anderem ist künftig ein qualifiziertes Aufnahmeverfahren verpflichtend durchzuführen, das sicherstellt, dass nur jene Schüler in die Schule aufgenommen werden, die die besondere Neigung und Voraussetzung für den entsprechenden schulautonomen Schwerpunkt erfüllen.

Rahmenbedingungen im Interesse der Schüler

Die Regelung gilt nur, wenn der Schwerpunkt nicht im eigenen Schulsprengel oder in der eigenen Gemeinde angeboten wird. Sprengelfremde Schüler dürfen nicht aufgenommen werden, wenn die Schwerpunktklasse bereits mit mindestens 25 Schülern aus dem eigenen Sprengel besetzt ist. Um mehrstündige, beschwerliche und für Kinder eigentlich unzumutbare Schulwege zu vermeiden, ist auch die Anfahrt bei einer möglichen Aufnahme zu berücksichtigen.


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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