English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
Bushati und Visoko suchen Partnergemeinde in Österreich

13.08.2009
Schon früh haben die Gemeinden die Bedeutung der Pflege internationaler Kontakte und grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden erkannt. Derzeit suchen Bushati (Albanien) und Visoko (Bosnien) mögliche Partnerschaften mit österreichischen Kommunen.

Die erste nachweislich geschlossene kommunale Partnerschaft Österreichs hat laut Österreichischem Gemeindebund die Marktgemeinde Bad Schallerbach in Oberösterreich abgeschlossen. Offiziell erfolgte das im Juni 1955. Und von da an entwickelte sich diese Idee sehr rasch in Österreich, sie trug auch zu jenem Selbstbewusstsein bei, in dem die tragende Rolle der Gemeinden für dieses neue Europa erkannt wurde. Die Idee ist nach wie vor aktuell.

Gemeindepartnerschaften waren und sind ein bedeutendes Werkzeug zur Einigung Europas. Seit der Öffnung des Eisernen Vorhangs hat sich der Österreichische Gemeindebund stark darum bemüht, die ehemaligen mittel-, ost- und südeuropäischen Länder auf ihrem Weg in die Europäische Union zu unterstützen.

Derzeit läuft gerade über Kommunalnet eine Erhebung über den Status der Gemeindepartnerschaften in Österreich. Dabei ist schon jetzt festzustellen: Die Partnerschaften haben eine weite Perspektive. Sie beginnen bei der Geselligkeit und beim gegenseitigen Verstehen und sind in viele Richtungen ausbaubar. Darunter fallen etwa

    1. Austauschprogramme
    2. Aus - und Weiterbildungsprogramme
    3. Schulpartnerschaften
    4. kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten
    5. touristische Aktivitäten
    6. Wirtschafts- und Verwaltungshilfe
    7. Know-how und Technologietransfer etc.

All dies bietet ein enormes Potential, in dem auf kommunaler Ebene voneinander gelernt werden kann. Sollten Sie auch eine Gemeindepartnerschaft unterhalten und noch nicht an der Umfrage teilgenommen haben, dann nehmen Sie sich bitte die Zeit: www.gemeindebund.at

Was erwarten sich Partnergemeinden?Bushati und Visoko wollen eine Partnerschaft mit einer österreichischen Gemeinde eingehen.
 
Der Österreichische Gemeindebund erhält immer wieder Informationen über ausländische Kommunen, die eine Partnerschaft mit einer österreichischen Gemeinde eingehen wollen. Auch die Ansprüche an solche Partnerschaften sind höchst unterschiedlich, hängt dies ja auch von den treibenden Kräften für eine Gemeindeverschwisterung ab. Manchmal erwarten sich die suchenden Gemeinden Begegnungen von jungen Menschen, etwa nach dem Vorbild von Schulpartnerschaften, die dann auf die Ebene der Gemeindepartnerschaften gehoben werden. Andere Gemeinden erwarten sich darüber hinaus auch einen Austausch über das Wesen der Gemeinde und über Modernisierung der Strukturen in Kultur, Gesellschaft, Verwaltung oder Wirtschaft, etwa im Bereich des Tourismus.
 
Es ist auch nicht allzu schwer, zu EU-Förderungen für Veranstaltungen zu kommen. Heuer hat es beispielsweise die Salzburger Gemeinde Mattsee geschafft, einen bedeutenden zusätzlichen Betrag für ihr Veranstaltungsbudget aus dem Fördertopf für Gemeindepartnerschaften zu erhalten.
 
Dies sollte zur Ermunterung für alle Gemeinden stehen, die diese Mittel noch nicht beansprucht haben. Für alle Gemeinden die noch keine Partnerkommune haben, seien anbei zwei verschwisterungswillige südeuropäische Gemeinden vorgestellt, die sich direkt an den Gemeindebund gewandt haben:
 
Bushati, Albanien

Die Stadt hat 25.000 Einwohner und liegt im Norden des Landes an der Hauptverkehrsstrecke zwischen der Hauptstadt Tirana und Shkodra. Der Ort ist trotz seiner Größe hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt. Die Menschen leben vor allem wegen des guten Bodens vom Obstanbau, besonders Melonen gedeihen gut. Beim Interesse der Gemeinde an einer Partnerschaft schwingt auch der Wunsch nach dem Aufbau von Know-How im Obstbau mit.
Auf dem Gemeindegebiet liegt das neue Flusskraftwerk am Drin, das von einem Konsortium Österreichischer Firmen (Verbund und EVN) gebaut werden soll.
Die Gemeinde ist aufgrund der Bevölkerungsstruktur politisch als konservativ zu bezeichnen. Es gibt einen hohen Anteil von Berisha-Wählern und auch einen relativ hohen Prozentsatz katholischer Bevölkerung. Der Bürgermeister ist seit 13 Jahren im Amt und ist kurz davor, das Kraftwerksprojekt erfolgreich zu Ende zu bringen. 

Visoko wurde nach dem Krieg zum Teil durch österreichische Institutionen wiederaufgebaut.Visoko, Bosnien

Die historische Stadt Visoko, im 11. Jahrhundert urkundlich erstmals erwähnt, liegt in der Nähe von Sarajevo und hat  44.000 Einwohner, in der Stadt selbst leben 17.000 Einwohner. Von der Gemeinde Visoko wurde vorgeschlagen, Partnerschaften auf kommunaler bzw. Schulebene einzugehen, um den Kontakt zwischen Visoko und Österreich zu stärken. Dabei geht es konkret um die Grundschule KULIN BAN in Visoko und eine mögliche Gemeindepartnerschaft zur Stützung dieser Kontakte. Die Schule KULIN BAN war die erste Schule, die unter österreichischer Verwaltung in Bosnien und Herzegowina 1881 erbaut worden ist.
Sie hat jetzt mehr als  800 Schüler, es wird auch heute  Deutsch als 2. Fremdsprache unterrichtet. In den ersten Jahren der Schule wurde der Unterricht in einem Privathaus vorgenommen. Das jetzige Gebäude wurde baulich 1909 fertig gestellt, also genau vor hundert Jahren. Der Wiederaufbau des im letzten Krieg schwer beschädigten Schulgebäudes wurde durch österreichische Institutionen unterstützt.
 
Nähere Informationen und mögliche Kontakte über die Gemeinden erhalten Sie beim Österreichischen Gemeindebund.
 
Weiterführende Unterstützung und Information über das EU-Förderprogramm ?EUROPA FÜR BÜRGERINNEN UND BÜRGER? errthalten Sie beim
 
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
EU-Kulturangelegenheiten (IV/8)
EU-Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger"
EUROPE FOR CITIZENS POINT AUSTRIA
1014 Wien, Concordiaplatz 2
Tel.:  +43 / 1 / 53120 / 7695
Fax: +43 / 1 / 53120 / 81 7695
www.Europagestalten.at
www.bmukk.gv.at
Verfasser: Nicolaus Drimmel

Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.