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Vorarlberg-Wahl: Die Ergebnisse aus den Gemeinden

21.09.2009
Die Landtagswahlen in Vorarlberg endeten mit einer absoluten Mehrheit für die ÖVP und LH Herbert Sausgruber. Große Gewinner sind die Freiheitlichen, großer Verlierer ist die SPÖ, die auf Rang vier hinter die Grünen zurückfiel. Hier finden Sie die Ergebnisse aus den einzelnen Gemeinden.

Die Gemeindeergebnisse der Landtagswahl sind teilweise sehr unterschiedlich. Auch konnten nicht alle Spitzenkandiaten in ihren Heimatorten punkten. Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP) musste in Höchst Verluste hinnehmen.


               
Alle Gemeindeergebnisse

Hier können Sie nicht nur das Landesergebnis, die auch Ergebnisse der Bezirke sowie alle Gemeindeergebnisse sehen.

Gemeinden im Bezirk Bludenz
Gemeinden im Bezirk Bregenz
Gemeinden im Bezirk Dornbirn
Gemeinden im Bezirk Feldkirch
            
Das wahrscheinlich bemerkenswerteste Einzelergebnis lieferte die Gemeinde Klaus mit knapp 2.200 Wahlberechtigten. Dort konnte die ÖVP um mehr als sechs Prozentpunkte zulegen, und das, obwohl - oder vielleicht gerade weil - von hier aus eine landesweite Flugblattaktion gegen Spitzenkandidat und Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP) ausgegangen war.

Hintergrund der Flugblattaktion war eine umstrittene Baurechtsentscheidung, nach der sich ein Betroffener mit dem landesweiten Postwurf und persönlichen Angriffen auf Sausgruber Gehör verschafft hatte.
             

Verluste der ÖVP im Bregenzerwald

Klaus war eine von 13 der insgesamt 96 Gemeinden, in denen die ÖVP zugelegt hat. In allen anderen verlor sie, landesweit gesehen von 54,9 auf 50,8 Prozent.
Am deutlichsten ist das Minus der ÖVP in Silbertal (minus 13,9 Prozentpunkte), gefolgt von einigen Bregenzerwälder Gemeinden (Bizau, Alberschwende, Reuthe). Im Bregenzerwald ist die ÖVP sonst traditionell stark.
                
FPÖ verliert nur in vier Gemeinden

Erwartungsgemäß besser lief es für die FPÖ. Sie verlor nur in vier Gemeinden zwischen 1,1 und 4,9 Prozentpunkte, konnte in der Mehrzahl der Gemeinden aber bis um 20,7 Prozentpunkte dazugewinnen, durchwegs im zweistelligen Bereich.

Ausgezahlt hatte sich das blaue Engagement zum Beispiel auch mit einem Plus von 16,3 Prozentpunkten in Alberschwende: Sie ist die erste Bregenzerwälder Gemeinde, in der seit der letzten Landtagswahl überhaupt eine eigene Ortsgruppe der FPÖ gegründet wurde. Den größten Zuwachs holte die FPÖ in der Gemeinde Mäder.
                               
SPÖ geht in zwei Gemeinden ganz leer aus

Am schlimmsten erwischte es die SPÖ, und hier auffälligerweise vor allem im südlichen Teil Vorarlbergs. Die drei Minus-Spitzenreiter Klösterle, Nüziders und Dalaas mit Verlusten bis zu 15,5 Prozentpunkten liegen alle im Bezirk Bludenz.

Die SPÖ konnte überhaupt nur in zwei der 96 Gemeinden einen kleinen Zuwachs verzeichnen: 0,4 Prozentpunkte in Eichenberg (Bezirk Bregenz), 0,3 Prozentpunkte in Fontanella im Großen Walsertal, in Damüls im Bregenzerwald reichte es gerade für plus minus Null. In zwei Gemeinden gab sogar kein Wähler der SPÖ die Stimme.
                
Grünen legen in 48 Gemeinden zu

Bei den Grünen fiel der Zuwachs von 10,2 auf 10,4 Prozent landesweit zwar relativ bescheiden aus. Dennoch durften sie sich darüber freuen, in nicht weniger als 48 der 96 Gemeinden zugelegt zu haben, und dies in vielen Klein- und Kleinstgemeinden.

In Bregenz, wo sie den Vizebürgermeister stellen, gab es hingegen ein leichtes Minus, ebenso in der größten Marktgemeinde Österreichs, Lustenau, wo einer ihrer vier Landtagsabgeordneten herkommt.
                
Kandidaten punkteten nicht alle "daheim"

Sehr unterschiedlich haben auch die Spitzenkandidaten in ihren jeweiligen Heimatgemeinden abgeschnitten. Einen deutlichen Stimmenverlust musste Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP) in seiner Gemeinde hinnehmen, während sein Hauptkontrahent Dieter Egger (FPÖ) in seinem Heimatort über 17 Prozentpunkte zulegte.
                
Verluste der ÖVP in Höchst

Herbert Sausgruber (ÖVP) verlor in Höchst 7,4 Prozentpunkte gegenüber der Landtagswahl 2004. Dort kam die ÖVP nur noch auf 59,3 Prozent, lag damit aber immer noch deutlich über dem Landesdurchschnitt.

In Rankweil sind gleich zwei Spitzenkandidaten zuhause: Johannes Rauch von den Grünen und Wolfgang Maurer vom BZÖ. Rauch blieb mit 14,8 Prozent knapp unter dem Ergebnis von 2004 (minus 0,5 Prozentpunkte). Wenig Grund zur Freude auch für BZÖ-Mann Maurer: Die Orangen kamen lediglich auf 0,7 Prozent der abgegebenen Stimmen.
                
Egger punktete in Hohenems

Auch in Hohenems wohnen zwei Spitzenkandidaten dieser Landtagswahl. Dieter Egger von der FPÖ konnte von Haus aus mit einem Zugewinn rechnen, dieser fiel mit 17,5 Prozentpunkten deutlich auf 36,9 Prozent.

Bernhard Amann von der Liste Gsiberger erreichte in Hohenems 3,5 Prozent der Stimmen. 2004 war er mit einer anderen Liste angetreten und hatte damals immerhin 6,5 Prozent Stimmenanteil erreicht.
                
SPÖ-Verluste auch in Bregenz

In der Landeshauptstadt Bregenz, wo SPÖ-Spitzenkandidat Michael Ritsch zuhause ist, erreichte die SPÖ 21,1 Prozent, was einen Verlust von 8,5 Prozentpunkten bedeutet. Ritsch hatte bereits mehrfach angekündigt, in Bregenz als Bürgermeister kandidieren zu wollen.
                
Dornbirn: SPÖ rutscht auf Platz vier ab

Auch in Dornbirn verliert die SPÖ deutlich und ist mit 11,3 Prozent der Wählerstimmen nur mehr vierte Kraft in der größten Stadt Vorarlbergs. In Bludenz hielten sich die Verluste der Sozialdemokraten in Grenzen. Die FPÖ verdreifachte dort ihr Resultat von 2004.


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