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Knapper Sieg in Wels: Koits bleibt Bürgermeister

12.10.2009
In den 37 Gemeinden in denen nach dem ersten Wahlgang am 27. September 2009 noch kein Kandidat die erforderliche absolute Mehrheit erhalten hatte, fanden am Sonntag, den 11. Oktober, die Bürgermeisterstichwahlen statt. Der Negativtrend der SP setzte sich fort, manche der bisherigen SP-Hochburgen werden künftig von VP-Bürgermeistern regiert. In Wels kann Peter Koits (SP) nur knapp sein Bürgermeisteramt verteidigen.

In elf Gemeinden hat die Sozialdemokratische Partei das Bürgermeisteramt an die Volkspartei verloren, in fünf anderen gibt es einen neuen SP-Ortschef auf Kosten der VP. Besonders im Hinblick auf die Gemeinden in denen die SP den Bürgermeistersessel verloren hat schmerzt das Ergebnis. Beispielsweise regiert in Laakirchen  und in Hörsching erstmals ein VP-Bürgermeister, die kleineren Gemeinden die die SP dazugewonnen hat, machen diesen Verlust nicht wett.

"Mit einem blauen Auge davongekommen." Der Welser Bürgermeister Peter Koits konnte die Stichwahl für sich entscheiden.

Auf besonderes Interesse ist die Stichwahl in Wels, der zweitgrößten Stadt Oberösterreichs, gestoßen. Dort musste der bisherige Bürgermeister Peter Koits von der SP seinen Sessel gegen Bernhard Wieser von der FP verteidigen. Koits war im ersten Wahlgang von 74 Prozent auf 43 abgestürzt, Wieser hatte 29 Prozent der Stimmen erreicht. In der gestrigen Stichwahl konnte Koits mit 53,53 Prozent die Wahl für sich entscheiden. "Wir sind nochmals mit einem blauen Auge davongekommen. Ich bin wirklich erleichtert, dass es trotz dieser sehr, sehr schlechten Ausgangslage gelungen ist, den sozialdemokratischen Bürgermeister für die Stadt zu erhalten," so Koits.

Zweitplazierte des ersten Wahlgangs siegen in der Stichwahl

Auch in Eggerndorf am Traunkreis war es spannend. VP-Kandidat Walter Schiller hatte im ersten Wahlgang zwei Stimmen mehr als der amtierende SP-Bürgermeister Hermann Reder erhalten. Da ein FP-Kandidat 15 Stimmen erhalten hatte, mussten sich Schiller und Reder einer Stichwahl stellen. Mit 53,5 Prozent wurde Walter Schiller neuer Bürgermeister. In Sandl im Bezirk Freistatt war die Situation ähnlich. Durchgesetzt hat sich hier aber mit 9 Stimmen Vorsprung der schon im ersten Wahlgang erstplazierte SP-Kandidat Alois Pils. Nur in fünf Gemeinden schaffte es der jeweils Zweitplazierte des ersten Wahlgangs den Sieg davonzutragen: In Laakirchen konnte Anton Holzleithner von der VP mit 50,87 Prozent die Wahl gewinnen und wird den bisherigen Bürgermeister Klaus Silbermayr - bisher mit 81,44 Prozent immer klar gewählt - ablösen. Ebenso konnten in Aschach, St. Florian am Inn, St. Pantaleon und Scharnstein die Kandidaten der VP jene der SP überholen.

Alle Ergebnisse der Bürgermeister-Stichwahl hier im Überblick.

Landeshauptmann Pühringer zeigt sich auch mit dem Stichwahlergebnis zufrieden.VP "klar tonangebende Kraft"
 

Mit "einem lachenden und einem weinenden Auge" sieht SP-Chef Josef Ackerl das Ergebnis der Stichwahl, der Verlust des Bürgermeisteramts in machen Gemeinden sei ein neuerliches, deutliches Signal den Erneuerungsprozess in der SP "energisch voranzutreiben." Entsprechend positiv sieht hingegen VP-Landeshauptmann Josef Pühringer das Ergebnis der Stichwahl. Die VP bleibe damit auch in der oberösterreichischen Kommunalpolitik "klar tonangebende Kraft", so Pühringer. Zufrieden ist auch FP-Landesparteichef Lutz Weinzinger mit neun FP-Ortschefs über das bisher "beste Bürgermeister-Ergebnis im Land."

Veränderungen im Vergleich zu 2003

Insgesamt stellt die VP 330 Bürgermeister, die SP stellt 99 und die FPÖ hat neun Ortschefs. Die restlichen sechs entfallen auf Bürger- oder Namenslisten, darunter auch zwei BZÖ-Bürgermeister. Bei der Wahl 2003 hatten diese Zahlen noch anders ausgesehen: VP 321, SP 111, FP 8 und Sonstige 5 lautete damals das Ergebnis der Bürgermeisterwahlen. In vielen Gemeinden hat der Bürgermeister aber während der Legislaturperiode aus verschiedenen Gründen gewechselt, auch ist die Zahl der Gemeinden aufgrund einer Zusammenlegung von 445 auf 444 Gemeinden gesunken. Die VP liegt auch bei den Gemeinderäten klar voran: Mit 5.011 Gemeinderäten hat die VP fast doppelt so viele wie die SP, die 2.830 Gemeinderäte stellt. Zudem ist die VP in 363 der insgesamt 444 Gemeinden stimmenstärkste Partei.


Verfasser: Julia Berchtold (volontaer@gemeindebund.gv.at)



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