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Zwei weitere erfolgreiche Audit-Seminare für Familienfreundlichkeit

18.12.2009
Mit tatkräftiger Unterstützung des Oberösterreichischen und der Burgenländischen Landesverbände fanden am 27.11.2009 in Schlierbach (über 20 Teilnehmer) und am 2.12.2009 in Deutsch Schützen (über 30 Bürgermeister/Innen und Gemeindevertreter) die Auditseminare „familienfreundlichegemeinde“ statt. Lesen Sie hier den Bericht (mit Fotogalerie).

In Zusammenarbeit mit der SPES Familienakademie wurde eine zweitägige Fachtagung zum Thema „Gemeinden gestalten den Lebensraum von Generationen“ in Schlierbach (OÖ) abgehalten. Neben Informationen zum Ablauf des Audit und der Rolle des Österreichischen Gemeindebundes war vor allem ein von den Kooperationspartnern Familie & Beruf Management GmbH und Gemeindebund in Angriff genommenes Sonderprojekt „ Die Integration kommunaler Projekte (wie Dorferneuerung, Leitbildgemeinden, Gesunde Gemeinde, Agenda 21 etc.) in das Audit familienfreundlichegemeinde“ Thema des Auditseminars.

Das Audit übernimmt dabei die Funktionen einer übergeordneten Plattform für kommunale Projekte. Dabei können alle zukünftigen Maßnahmen die aus sonstigen kommunalen Projekten zur Umsetzung gelangen, ins Audit familienfreundliche Gemeinde aufgenommen und evaluiert werden.

Effizienz ist gerade in Krisenzeiten wichtig

Die professionelle Strukturierung und Bündelung von effizienten Ideen und Maßnahmen ist vor allem in Krisenzeiten für die Gemeinden sehr wichtig. Der fast kostenlose Auditprozess durch Beistellung eines Prozessbegleiters, die Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit, die Übernahme der 50%igen Begutachterkosten als auch die Möglichkeit eine Landesförderung zu nützen, wurde von den Teilnehmern in Schlierbach mit großem Interesse verfolgt

Die Familie & Beruf Management GmbH, der Gemeindebund und die Landesverbände des Burgenlandes luden die burgenländischen Gemeindevertreter/Innen zu einem Auditseminar in das idyllische Gasthaus Ratschen nach Deutsch Schützen ein. Dank des großartigen Einsatzes der burgenländischen Landesverbände war der Seminarraum mit Bürgermeistern und Gemeindevertretern/Innen komplett voll.

Präs. Radakovits (re.) und Bgm. Heinz Peter Krammer vom SPÖ GVVVolle Unterstützung der burgenländischen Gemeindevertreterverbände

Präs. LAbg. Bgm. Leo Radakovits vom Burgenländischen Gemeindebund verwies in seiner Begrüßung auf die Bedeutung der Familie sowie auf die unterschiedlichen Anforderungen der BürgerInnen an die Gemeinde bezogen auf die unterschiedlichen Lebensphasen eines Menschenlebens. Die Beachtung der Menschen in den Gemeinden und ihrer Bedürfnisse sei gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Krisen von großer Bedeutung für die Gemeinden.

Bgm. Heinz Peter Krammer vom Verband Sozialdemokratischer Gemeindevertreter hob ebenfalls die Bedeutung von Programmen und Projekten, die sich mit den Bürgerinnen aller Altersklassen in den Gemeinden beschäftigen, hervor. Er berichtete von den positiven Aktivitäten rund um Kindergarten und Volksschulen in den Gemeinden und sprach auch über Maßnahmen in den Gemeinden, die mit viel Koordination und Eigeninitiative von sehr engagierten Bürgerinnen in den Gemeinden umgesetzt werden. Es gelte weiterhin neben den Gemeindediensten auch vermehrt auf das vorhandenen Potenzial in den Gemeinden zuzugreifen und er stehe daher dem Audit familienfreundliche Gemeinde, welches auf die Einbeziehung der Bürgerinnen in den Auditprozess großen Wert legt, sehr positiv gegenüber.

Der Bürgermeister des bereits grundzertifizierten Deutsch Schützen Franz Wachter und sein Vizebürgermeister Herbert Weber berichteten im Anschluss den Seminarteilnehmern über ihre Praxiserfahrung mit dem Audit familienfreundliche Gemeinde. Weber übernahm für das Audit die Projektleitung merkte an, dass zu Beginn des Audit die Überzeugung des Gemeinderates für das Projekt eine große Herausforderung dargestellt hat, heute jedoch keiner mehr den damaligen Beschluss bereut. Man hatte befürchtet, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen mit hohen und unfinanzierbaren Kosten verbunden sein würden. Tatsächlich wurden leicht finanzierbare Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt. Weber nannte zurückblickend folgende Faktoren für ein erfolgreiches Audit als unabdingbar:
  • ein engagierte Projektleiter, der mit den Geschehnissen in der Gemeinde bestens vertraut ist und von den Entscheidungsträgern akzeptiert wird,
  • die Zusammensetzung des Projektteams aus allen Generationen und Fraktionen als Garant für das gute Gelingen des Audit Projektes. Meist war ein Kernteam von 5 bis 6 Personen mit der Detailarbeit beschäftigt, welche sich ihrerseits in Untergruppen und Gesprächsrunden um die zuständigen Lebensphasen kümmerten. Von Bedeutung war, dass die Vertreter und die betroffenen Bürger unterschiedlicher Lebensphasen direkt und persönlich ins Projekt eingebunden wurden,
  • das sofortige Festhalten von Gruppenarbeiten via Berichten, Fotos und Plakaten,  Dokumentation von Stichworten und Ideen,
  • die aktive Beteiligung alle Bevölkerungsinteressensgruppen z.B. über ein Gewinnspiel (gute Ideen wurden prämiert), über die Einrichtung einer Info-Ecke, die Publikation des Projektverlaufes in der Gemeindezeitung, Schul- und Kindergartenprojekte, Seniorentreffen etc.,
  • die Projektleitung sollte das Projekt rasch durchziehen, keine langen Projektpausen einlegen.
Der Bürgermeister von Deutsch-Schützen Fran Wachter (li) und sein Vize Herbert Weber (ganz rechts) mit Heike Trammer von der FBG sind voll vom Audit familienfreundliche Gemeinde überzeugt.

Präsentation der Ist-Analyse berichtete Vizebürgermeister Weber führte seitens der Bevölkerung zu sehr großen Aha-Erlebnissen über den derzeitig hohen Stand an Leistungen. Die Gemeinde Deutsch Schützen hat seit dem Beginn des Audits keine Abwanderungen mehr zu verzeichnen. Die „neuen BürgerInnen“ werden mit einem Willkommens-Essen in einer Buschenschank bewusst willkommen geheißen. Der Gemeindeschitag wurde wieder aufgenommen, die Obstbäume bzw. deren Früchte im Kindergarten stehen den Kindern zur Verfügung, die Ansiedelungen und Familienaktivitäten werden spezifisch auch mit Geldleistungen gefördert. Diese sind über die Gemeinde zu beziehen, welche wiederum in den Betrieben der Gemeinde zu investieren (Geschenkmünzen) sind. Zusammenfassend stellen die Gemeindevertreter aus Deutsch Schützen begeistert fest, dass der Auditprozess eigentlich nie endet, die Gemeinde dadurch in Bewegung bleibt die Umsetzungsmaßnahmen permanent evaluiert werden.

Weitere Infos zum Audit und vor allem zu den Terminen 2010 entnehmen Sie bitte den Websiten der Familie & Beruf Management GmbH (www.berufundfamilie.at), dem Österreichischen Gemeindebund (www.gemeindebund.gv.at), sowie den Landesverbänden.


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